Eine Duftkerze braucht ein wenig Zeit. Erst wird das Wachs flüssig, dann zieht der Duft durch den Raum, gleichmäßig und ohne Eile. Nach einer Weile riecht das Zimmer nach Kaminfeuer, nach Feigenblättern oder nach Wald, je nachdem, welche Kerze brennt.
Bei uns stehen Duftkerzen von rund einem Dutzend Marken. Diptyque begann 1963 in Paris mit drei Kerzen: Weißdorn, Zimt und Tee. Zu den bekanntesten gehören heute Baies, Figuier und Feu de Bois. Trudon führt seine Geschichte auf ein Pariser Geschäft von 1643 zurück, in dem Claude Trudon Gewürze und Kerzen verkaufte. Ernesto riecht nach Leder und Tabak. Der Pariser Florist Christian Tortu holt mit Forêts einen Tannenduft aus Kiefer, Harz und Zeder ins Zimmer. Geodesis benennt viele seiner Kerzen nach Rohstoff und Herkunft, etwa Balsam Fir Canada oder Fig Tree Greece. Dazu kommen Nicolaï, Paul Smith, Esteban und Miller et Bertaux, und vor Weihnachten Une Forêt d’Or von Annick Goutal.
Die Duftfamilien helfen beim Eingrenzen: holzige Duftkerzen für lange Abende, zitrische für Küche und Schreibtisch, florale für helle Räume. Viele der Kerzen kann man in unseren Geschäften auch vorher riechen.